taz

MAX-OPHÜLS-FESTIVAL

Das Treffen deutscher Nachwuchsregisseure zeigte viel in der Form Missglücktes, aber auch die eine und andere Perle

VON ANDREAS RESCH

Eine spannende Reise durch die Zeit ist die Dokumentation “Auf der anderen Seite der Leinwand” über das legendäre Kreuzberger Kino Moviemento. Anhand von Interviews, die Filmemacher Bernd Sobolla über drei Jahre hinweg gedreht hat und denen er durch historische Exkurse, die das Kino und dessen Betreiber im Wandel der Zeit zeigen, eine Struktur gegeben hat, erzählt der Film ein Stück deutscher Kinogeschichte. Der Schwerpunkt liegt dabei auf jener verrückt-genialen Epoche in den späten Siebzigerjahren, als das Moviemento noch Tali hieß und von Wieland Speck, Blixa Bargeld und dem Ton-Steine-Scherben-Manager Elser Maxwell betrieben wurde. Da standen spontane Frühstückstrips nach Paris ebenso auf der Tagesordnung wie Kurzbesuche von David Bowie.